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Bankgesellschaft Berlin reduzieren


26.10.1998
DG Bank

Mehr als zwei Jahre hätten die Bankgesellschaft Berlin und die Norddeutsche Landesbank über eine Fusion verhandelt, berichten die Analysten der DG Bank. Nun hätten die Institute mitgeteilt, daß dieses Projekt auf absehbare Zeit nicht realisiert werden könne. Ausschlaggebend für das Scheitern des Fusionsprojektes, durch das die viertgrößte deutsche Bank entstanden wäre, seien in erster Linie Bewertungsfragen gewesen. So sei der Wert der Bankgesellschaft-Aktien in einem früheren Verhandlungsstadium mit 49,60 DM angesetzt worden, inzwischen sei er aber im Zuge des Börseneinbruchs auf zuletzt nur noch 26 DM gefallen. Als Eigentümer der Nord/LB hätten die Länder Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommeren und die jeweiligen Sparkassenverbände angesichts der massiven Kurseinbuße neben den ihnen zugesagten 125 Millionen Bankgesellschaft-Aktien eine höhere Ausgleichszahlung als die zunächst vereinbarten 1,3 Mrd. DM verlangt.

Dies wiederum sei für die Bankgesellschaft nicht akzeptabel gewesen. Nunmehr wollen die beiden Institute lediglich noch in Randbereichen wie etwa der Datenverarbeitung strategisch kooperieren, heißt es. Aufgrund der schwierigen Gestaltung der Fusion sei das vorläufige Scheitern nicht überzubewerten. Zwar könnte der Titel aufgrund der geplatzten Fusion vorübergehend nachgeben, auf Sicht von sechs Monaten sehen die Experten ihn aber bei einem Niveau von 26 DM als angemessen bewertet an. Das Anlageurteil der Analysten lautet unverändert Reduzieren.


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